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Chancen und Nutzen für Gesellschaft und Unternehmen

Shareconomy

Kollaborativer Konsum

Autos stundenweise mieten, in Privatwohnungen Urlaub machen statt im Hotel, die Bohrmaschine vom Nachbarn leihen, anstatt sich selbst eine anzuschaffen: Wer durch Teilen spart oder der Umwelt etwas Gutes tut, der beteiligt sich gerne an der „Shareconomy“. Spätestens seit der CeBit 2013, die das Thema zu ihrem Leitthema machte, ist „Shareconomy“ in Deutschland in aller Munde.

Was im Kleinen schon ganz gut funktioniert, wird auch für die Wirtschaft immer interessanter. Kosten sparen oder umweltfreundlicher produzieren sind gern gesehene Effekte – aber auch die Tatsache, dass man mit dem Teilen Geld verdienen kann.

Shareconomy

Definition

Fragezeichen

Sharing trifft Economy

Der Begriff ist eine Wortkreation aus „Sharing“ und „Economy“ und steht für das Teilen und gemeinsame Nutzen von Dingen, Informationen, Wissen, Ressourcen und Erfahrungen. Sowas gab’s schon immer? Ist nichts Neues? Stimmt. Doch durch das Internet und die Möglichkeit, jederzeit mobil darauf zuzugreifen, erhält der Shareconomy-Motor neuen Antrieb. Spontan für eine kurze Strecke ein Auto mieten? Kein Problem! Vom Coworkingspace schnell zu einem Kunden radeln? Einfach ein Fahrrad ausleihen. Die Shareconomy bietet nicht nur Sparpotenzial, sondern erweitert Ihre Möglichkeiten.

Shareconomy

Begriffsklärung: Beispiel Bohrmaschine

Wer häufig neue Löcher bohren muss, für den macht die Anschaffung eines Werkzeugs Sinn. Wer aber nur hin und wieder mal ein Loch bohrt, für den lohnt sich die Anschaffung nicht. Privat würde man beim Nachbarn klopfen. In der Wirtschaft rentiert es sich, Spezialwerkzeug gemeinsam mit anderen Unternehmen anzuschaffen. Die Kosten werden geteilt, das Werkzeug ist für alle Parteien verfügbar.

Shareconomy

Begriffsklärung: Beispiel Auto

Weitere Infos

Einmal in der Woche wird der Gabelstapler benötigt, um die Lieferung auf die Lager zu verteilen. Doch an vier Tagen steht das Fahrzeug still. Eine gemeinsame Nutzung verringert Standzeiten und reduziert die Kosten für den Einzelnen. Fleetster ist zum Beispiel ein Dienst, der dieses Konzept für die Flotten von Konzernen anbietet. Die Stückzahl lässt sich reduzieren, da das einzelne Fahrzeug intensiver genutzt wird.

Die IHK und Shareconomy

Warum beschäftigt sich die IHK mit dem Thema?

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Chancen für Unternehmen

Die Shareconomy ist noch jung, doch ihre Auswirkungen und Möglichkeiten werden bereits in nahezu allen Branchen sichtbar. Wir als IHK haben die Aufgabe, neue Entwicklungen aufzugreifen und gemeinsam mit Ihnen herauszufinden, welchen Nutzen diese für Ihr Geschäft haben können.

Dazu eruieren wir, in welchem Bereich es Sinn macht aktiv zu werden, um von den Vorteilen neuer Entwicklungen zu profitieren. Aus diesem Grund möchten wir uns mit Ihnen austauschen, Sie informieren, mit Ihnen diskutieren und darauf basierend Empfehlungen an die Politik ableiten.

Die IHK und Shareconomy

Wie beschäftigt sich die IHK mit dem Thema?

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Empfehlungen für die Wirtschaft

Wir wünschen uns einen Austausch mit der Wirtschaft und möchten Sie einladen, an Ausschüssen, Arbeitskreisen, Workshops und Informationsveranstaltungen teilzunehmen. Gerne stehen wir auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Darüber hinaus stellen wir Informationen bereit, klären Sie über rechtliche und gesellschaftliche Konsequenzen auf und möchten Sie für Zukunftsthemen sensibilisieren - zum Beispiel auf dieser Webseite.

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir Positionen und Empfehlungen, die wir an Entscheidungsträger weitergeben können. Empfehlungen, die zukunftsweisend für Ihr Unternehmen sein können.

Die IHK und Shareconomy

Was sind die Ziele der IHK?

Fragezeichen

Die Region unterstützen

Die IHK für München und Oberbayern möchte bestmögliche Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg aller Unternehmen in der Region schaffen. Dabei steht der faire Wettbewerb bei uns an erster Stelle der Werteskala, sowohl für junge als auch für etablierte Betriebe. Damit dies funktioniert, bieten wir Informationen und die Möglichkeit zum Austausch. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir nach- und umdenken. Denn Wirtschaft entwickelt sich ständig weiter. Auf diesem Weg wollen wir der Begleiter Ihres Vertrauens sein.

Motivation

Was sind die Ziele der Shareconomy?

Kosten senken Kosten
senken
Mehr Flexibiliät Mehr
Flexibilität
Umweltbewusst leben Umweltbewusst
leben
Starke Gemeinschaft Starke
Gemeinschaft

In der Shareconomy scheint eines am wichtigsten: Sparen! Sowohl im privaten als auch im kommerziellen Bereich spielen Einsparpotenziale bei Kosten und Ressourcen oder Investitionen eine große Rolle. Flexibilität stellt ebenso einen wichtigen Faktor dar. Denn ich will selbst bestimmen können, wann ich die Bohrmaschine oder das Produktionsmittel benutze oder wann die Dienstleistung ausgeführt werden soll.

Motivation

Was treibt die Shareconomy an?

Kosten senken

Auch wenn seit jeher geteilt wurde: Erst durch die Digitalisierung unseres Alltags wurde aus Teilen Sharing. Jederzeit haben wir mobil Zugriff auf Informationen, kommunizieren in Echtzeit (z.B. Facebook, Twitter) und steuern bald sogar Licht und Heizung mit unserem Smartphone (Smarthome). Das Smartphone ist das Zentrum unseres digitalen Lebens geworden.
So wundert es nicht, dass viele Sharingplattformen über Apps verfügen, mit denen man seine neue Bohrmaschine zum Teilen bereitstellen kann. Foto hochladen, Preis und Ort angeben, und schon kann es losgehen! Die Idee ermöglicht vollkommen neue Geschäftsmodelle und revolutioniert eingefahrene Strukturen.

Modelle in der Shareconomy

Von privat bis zur Verwaltung

Modell Bereiche Modelle Modelle Modelle

Für die private und die kommerzielle Nutzung liegen die Vorteile der Shareconomy klar auf der Hand. Und wie sieht es mit der Verwaltung aus? Genau: Paragraphendschungel, Formulare, Anträge... allesamt Hürden, die nicht leicht zu überwinden sind.

Der Trend geht zu „OpenData-Städten“. Die Leistung: Die Daten, die die Stadt sowieso über sich und ihre Bürger sammelt, nicht auf Papier verstauben lassen, sondern interessierten Bürgern und Unternehmen in einem einheitlichen Format auf einer Webseite digital zur Verfügung stellen. Das macht die Stadtverwaltung transparent und regt zum Beispiel Startups an, interessante Apps zu entwickeln. Mittel- und langfristig werden neue Einnahmequellen generiert - und davon profitiert die Wirtschaft!

Shareconomy-Landschaft

Eine Übersicht

Es besteht keine Gewähr auf Vollständigkeit der Angebote.

Shareconomy in der Mobilität

Von privat bis B2B

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Erst war es nur die Idee, das Auto mit dem Nachbarn zu tauschen. Dann wurde eine Webseite als Plattform gebastelt. Jetzt ist es ein funktionierendes Geschäftsmodell. Die Shareconomy musste sich erst entwickeln. Und so veränderte sich das „haben müssen“ zum „nutzen können“. Zu rein altruistischen Beweggründen kam die Möglichkeit, Geld einzunehmen, zum Beispiel um die Versicherung des Autos zu bezahlen.

Heute gibt es kommerzielle Anbieter, wie zum Beispiel den viel diskutierten Taxi-Dienst WunderCar, der einen Service von Privatperson zu Privatperson offeriert. Bei WunderCar kann jeder mit seinem Auto Taxifahrten durchführen. Automobilhersteller bieten ihren Fuhrpark nicht nur zum Verkauf, sondern auch als Mietwagen an. Zu den bekanntesten Namen gehören DriveNow oder car2go, bei denen man mit einer App ein Auto suchen und buchen kann. Das Verwalten einer ganzen Flotte, ähnlich wie bei Mietfahrzeugen, bietet zum Beispiel Fleetster an.

Shareconomy in der Mobilität

Von sozial bis kommerziell

Sektoren in der Mobilität Anbieter in der Mobilität

Bleiben wir beim Thema Mobilität: Am Beispiel Ride-Sharing, also dem Teilen des eigenen Pkw auf Fahrten, deren Kosten ohnehin entstehen, kann man den Vorteil deutlich machen. Über die Plattform mitfahrgelegenheit.de etwa können private Autofahrer ihre Touren gegen Bezahlung für Mitfahrer anbieten, tun so etwas für die Umwelt und sparen gleichzeitig Geld. Ganz nebenbei verdient auch die Plattform durch eine Gebühr für die Vermittlung.

So verwischen die Grenzen zwischen privaten Mitfahrern, Anbietern von Fahrten, die als Privatperson Geld verdienen und den kommerziellen Dienstleistungen der Plattform. Gehen wir noch einen Schritt weiter in die Zukunft, dann droht uns nach Ansicht des Bloggers Sascha Lobo die Rückkehr zum Manchester-Kapitalismus. Teilen sei nur noch ein Vorwand, das eigentliche Ziel das Monopol.

Shareconomy in der Mobilität

Kommerzielle Angebote - Chancen durch Innovation

Sektoren in der Mobilität Anbieter in der Mobilität

Die kommerziellen Angebote im Bereich der Mobilität sind dadurch geprägt, dass sie neue Technologien der Digitalisierung und mobilen Kommunikation mit traditionellen Geschäftsmodellen und Dienstleistungen verknüpfen. Das bedeutet: Mietwagen flexibel buchen, statt im Vorfeld zu reservieren. Während etwa car2go und DriveNow im B2C-Bereich angesiedelt sind, hat sich mit Fleetster im B2B-Bereich ein Anbieter positioniert, der unternehmensübergreifend helfen kann, ungenutzte Zeiten für Firmenwagen zu minimieren und Kosten zu senken.

Shareconomy in der Mobilität

Schnelles Wachstum

Schnelles Wachstum

Der Jahresbericht des Bundesverbandes CarSharing e.V. für das Jahr 2013/2014 beschreibt eine große Wachstumsdynamik im Bereich des organisierten, öffentlichen Carsharings. Bei stationsunabhängigen Angeboten standen den Interessenten 6.250 Fahrzeuge zur Verfügung, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Fahrtberechtigten stieg sogar um 67 Prozent.

Bemerkenswert ist der Vergleich der Wachstumsraten vor und mit dem Internet: Während bei der Nutzung von Schlüsselkästen und SMS zur Pkw-Buchung die Kurve linear steigt, wächst die Branche seit ihrer Präsenz im Internet exponentiell.

Revolutionierung der Märkte

Disruptives Potenzial – Herausforderungen für bestehende Anbieter

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Viele Angebote der Shareconomy haben das Potenzial, bestehende Märkte zu revolutionieren. Mit attraktiven Funktionen und innovativen Geschäftsmodellen sind sie kostengünstige und flexible Alternativen zu traditionellen Angeboten. In der Kommunikationsbranche ermöglichen Anbieter wie zum Beispiel fon oder Wirecloud, dass Nutzer ganz einfach DSL-Anschlüsse über WLAN mit Nachbarn und Besuchern teilen oder gar Unternehmen in Coworking-Spaces und Gemeinschaftsbüros eine Cloud-Telefonanlage gemeinsam nutzen, statt in teure Großanlagen investieren zu müssen.

Chancen für Unternehmen

Neue Geschäftsmodelle

Innovative und Traditionelle Geschäftsmodelle

Sowohl für bestehende Unternehmen als auch für neue, innovative Geschäftskonzepte bietet die Shareconomy durch das Teilen von Produktionsmitteln, Wissen oder öffentlichen Datenquellen eine Vielzahl an Chancen: Kostenersparnis, Innovationsschub, effizientere Abläufe oder die Vernetzung von Informations- und Produktionsstrukturen. Unternehmen als Vermittler neuartiger Dienste profitieren durch die Nutzung offener Daten, sozialer Netze und Reputation, um so vollkommen neue, innovative Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder zu erschließen.

Herausforderungen

privat versus gewerblich

Geldsack

Wettbewerbsverzerrung inklusive

Bei einigen Shareconomy-Angeboten, wie zum Beispiel Lyft in der Mobilität und Airbnb bei der Vermittlung von Unterkünften, ist es teilweise schwer auszumachen, ob die erzielten Einnahmen noch rein privater Natur sind oder ob hiermit schon ein Gewerbe im größeren Umfang betrieben wird.

Privatpersonen bieten mittlerweile ähnliche Dienste an wie Hotels und Taxiunternehmen, unterliegen aber kaum gesetzlichen Regelungen oder befolgen diese - wissentlich oder unwissentlich - nicht. Viele der betroffenen Wirtschaftsbereiche beklagen die dadurch entstehende Wettbewerbsverzerrung.

Herausforderungen

unklare Rechtslagen

Waage

Regulierung und Gesetzgebung

Zahlreiche Angebote der Shareconomy befinden sich noch in einer rechtlichen Grauzone oder sind gar illegal, da Regulierungen nur für klar kommerzielle Anbieter getroffen wurden.

Die Frage, inwieweit diese Angebote im Rahmen persönlicher Freiheit liegen oder wo der faire Wettbewerb in Gefahr gerät, fordert Politik und Rechtsprechung auf, die Rahmenbedingungen auf Basis der rasant voranschreitenden Digitalisierung neu zu prüfen und entsprechend anzupassen.

Herausforderungen

Tipps der IHK

Das sollten Sie beachten:

  • Halten Sie sich stets auf dem Laufenden, was die Shareconomy in Ihrem Geschäftsbereich anzubieten hat, um frühzeitig auf eine verschärfte Wettbewerbssituation reagieren zu können. Dies gilt auch weit über die Shareconomy hinaus: Haben Sie ein Auge auf die Startup-Szene und darauf, wie Ihre Wettbewerber Innovation in den Markt bringen.
  • Nutzen Sie selbst die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung, um Wettbewerbern voraus zu sein, Prozesse zu optimieren und Kosten zu sparen.
  • Schließen Sie bereits Sharing-Verträge ab, dann lassen Sie diese juristisch überprüfen. Better safe than sorry!
  • Nutzen Sie die Beratungs- und Informationsangebote der IHK für München und Oberbayern, denn dafür sind wir da.

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